Münsteraner Bäckereien und Schulen setzen mit der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Eine Aktion u.a. von vier Clubs von Soroptimist International und dem Zonta-Club Münster.
Sie wundern sich in den nächsten Tagen vielleicht, weil Ihnen Ihre Bäckerei Brötchen und Gebäck in eine Tüte mit der Aufschrift: „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ einpackt? Wie schon in vielen Städten und Kreisen setzen auch Münsteraner Bäckereien an den sogenannten Orange Days - vom 25.11. bis zum 10.12. – damit ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und für Bekanntmachung des Hilfetelefon bei Gewaltgegen Frauen (116 016). Und nun schließen sich auch die ersten Schulen dieser Aktion an!
Als der Zonta Club Münster und die beiden Soroptimist Clubs Münster und Münster Mauritz die Brötchentütenaktion zusammen mit dem Amt für Gleichstellung der Stadt Münster und dem Arbeitskreis Gewaltschutz im letzten Jahr initiierten, haben sich die Gildebäckereien schnell bereit erklärt, bei der Aktion mitzumachen. Weitere Bäckereien, wie u.a. Essmanns, Geiping, Kanne und Cibaria folgten. Auch in diesem Jahr waren die Gildebäcker, vertreten durch ihren Obermeister Georg Krimphove und seine Stellvertreterin Barbara Altrogge (Bäckerei Prünte), wieder gerne bereit mitzumachen. Sie waren sich einig, dass die Aktion selbst gut und wichtig, das Design der letztjährigen Tüte aber verbesserungswürdig sei.
Eine glückliche Fügung brachte die drei Clubs mit der Klasse für Künstlerische Gestaltung des Adolph-Kolping Berufskollegs zusammen. Unter der Leitung von Erika Alexander erstellten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche ausdrucksstarke Entwürfe zum Thema „Gewalt kommt nicht in die Tüte“, aus denen letztendlich der von Joshua Batkowski für das neue Tütendesign ausgewählt wurde. Und auch das Amt für Gleichstellung der Stadt Münster war von dem Entwurf von Batkowski so angetan, dass beschlossen wurde, sein Motiv zu nutzen. An den Orange Days wird das Motiv als Plakat auf 95 Münsteraner Litfaßsäulen zu sehen sein. Zudem werden sämtliche Schülerentwürfe, dank der VHS Münster, auf ein Roll Up gedruckt und sind im Rahmen einer Ausstellung zum Thema Gewalt ab dem 23.11.2024 in der Stadtbücherei und im VHS Forum zu sehen. Die Schule hat daraufhin beschlossen, sich zusammen mit dem gegenüber der Schule befindlichen Thomy‘s Stehcafé an der Brötchentütenaktion zu beteiligen, um damit als Schulgemeinschaft Haltung gegen Gewalt zu zeigen.
Parallel dazu hatten sich die Schülervertretung (SV) und die Vertrauenslehrer*innen des Hansa-Berufskollegs an die letztjährige Brötchentütenaktion erinnert und nachgefragt, ob sie Tüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ für ihren Schulkiosk des Unternehmens „Stattküche“ erhalten könnten, sehr zur Freude der drei Serviceclubs. Zudem, neben der Ausgabe der Tüten plant die SV noch umfängliche Aktionen zu den Orange Days wie Durchsagen, eine Infomail und das Verteilen von orangefarbenen Schleifen, um das Thema Gewalt in das Bewusstsein der Schüler- und Lehrerschaft zu bringen. Und last but not least wird sich auch das Hans-Böckler Berufskolleg an der Brötchentütenaktion beteiligen und die Tüten an ihre Schüler- und Lehrerschaft ausgeben, um damit ebenfalls als Schulgemeinschaft Haltung gegen Gewalt zu zeigen.
Auf dem Foto: Die Übergabe der GEWALT KOMMT NICHT IN DIE TÜTE-Bröchtentüten im Hansa-Berufskolleg: v.l.n.r.: Darius Agbokou (SV-Schüler), Sven Schulze (Schülersprecher), Ruth Kauffels (Verbindungslehrerin), Ute Berkemeier (Schulleiterin), Emre Bayraktar (Verbindungslehrer), Carolin Ahrens (Verbindungslehrerin), Dr. Beate Müller-Schröer (SI-Club Münster-Mauritz), Dr. Brigitte Borchard (SI-Club Münster), Tina Phan (SV-Schülerin) und Stefanie Albrecht (SI-Club Münster-Mauritz).
Außer dem Zonta-Club Münster und den SI-Clubs Münster-Mauritz und Münster beteiligen sich an der Brötchentütenaktion auch die SI-Clubs Münsterland-Süd/Nordkirchen, Dülmen, Senden-Steverland und die Provinzial Geschäftsstellen Bernhard Altenhövel und Dominik Sauff & Adam Klobertanz, die Sparkasse Münsterland Ost, der Gewaltschutz in Münster, das Adolph-Kolping-Berufskolleg, der Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, die LVM Versicherung, das Amt für Gleichstellung der Stadt Münster und die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Coesfeld.